Familiensiegel Sello

Familienstiftung
Hofgärtner Hermann Sello


Potsdam
Hermann Sello 1848 (Degas)

Startseite

Aktuelles

Die Hofgärtnerfamilien

Die Architekten

Lehrer und Freunde

Die Familienstiftung

Fontane über Sello externer Link

Kooperationen / Nützliches

Lebensbilder

Sello-Briefe

Impressum



Suche auf hofgaertner-sello.de:
MetaGer



Georg Sello

Georg Emil Ludwig Sello wurde in Potsdam am 20.3.1850 als erster Sohn von Emil Ludwig Walter Sello und Johanna Sello geb. Kahlbau geboren, besuchte das Gymnasium in Potsdam, nahm 1868 an der Universität in Berlin das Studium der Rechtswissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte und Historischen Hilfswissenschaften auf, wechselte an die Universität in Jena und kehrte schließlich an die Universität in Berlin zurück.

Hier legte er 1873 die erste juristische Staatsprüfung ab und erwarb in demselben Jahr an der Universität in Jena den Dr. jur. Von 1873 bis 1877 unterzog er sich dem juristischen Vorbereitungsdienst als Referendar, ließ sich 1877 beurlauben, arbeitete auf Probe am Staatsarchiv in Breslau, wechselte in den Archivdienst des Staates Preußen und arbeitete bis 1889 an verschiedenen Staatsarchiven, zuletzt am Staatsarchiv in Koblenz.

1889 verließ Georg Sello den preußischen Staatsdienst und wechselte in den Dienst des Großherzogtums Oldenburg (später Freistaat Oldenburg). Bis 1920 leitete er dessen Staatsarchiv in Oldenburg (Oldb).

Während seiner Tätigkeit in Preußen forschte er u.a. zur Geschichte von Lehnin und Potsdam sowie von Berlin und der Stadt Brandenburg, während seiner Tätigkeit in Oldenburg (Oldb) zur Geschichte des Raumes Weser-Ems. Mit preußischer Geschichte befaßte er sich fast gar nicht mehr. Die Ergebnisse seiner Forschungen legte er in zahlreichen Publikationen nieder, über die er Buch führte. Diese Buchführung weist 214 Nummern auf. Von den preußische Forschungen betreffenden Publikationen ist besonders das Werk "Potsdam und Sanssouci" (1888) zu erwähnen (s.u.).

Bei den Publikationen über Forschungen betreffend den Raum Weser-Ems ist besonders auf das Werk "Studien zur Geschichte von Östringen und Rüstringen" (1898) zu verweisen, das als "Östringen und Rüstringen" von ihm und nach seinem Tode seinem Sohn Wolfgang Sello neu bearbeitet in 2. Auflage erschien (1928). Zeit seines wissenschaftlichen Wirkens betrieb er die Rolandforschung. Dem Roland in Bremen, dem wohl bekanntesten Roland, widmete er sein Werk "Der Roland zu Bremen" (1901).

Wissen, Quellenkenntnis und Sorgfalt kennzeichnen seine Arbeiten. Georg Sello verstarb in Oldenburg (Oldb) am 17.7.1926.

JS

 


 
Im Drei-Kaiser-Jahr 1888 erschien Georg Sellos Buch: Potsdam und Sanssouci. Forschungen und Quellen zur Geschichte von Burg, Stadt und Park in Breslau, Druck und Verlag von S. Schottländer. Georg Sello widmete sein Werk Friedrich III. und Wilhelm II. Sein Vorwort datiert er so: "Sans=Souci, am Todestage König Friedrichs d. Gr., 1888"
In Teil I beschäftigt er sich mit der Prähistorie Potsdams, der Burg, dem Lustgarten und der Stadt, schließlich mit Sanssouci. Teil II enthält Urkunden und Aktenstücke.
Georg Sello
Georg Sello
(Familienbesitz)

In der Einleitung (S. VIII f.) schreibt der Verfasser u.a.:

[...] "Kronprinz Friedrich Wilhelm ertheilte vor 10 Jahren dem Unterzeichneten den ehrenvollen Auftrag, eine Druckschrift über die Veränderungen des Parks von Sans=Souci rücksichtlich seiner gärtnerischen Anlagen und seines statuarischen Schmuckes von den Tagen Friedrichs d. Gr. herab bis auf die Neuzeit auszuarbeiten. Frisch wurde das Werk begonnen und rasch zu Ende geführt - spornte doch das in der Uebertragung der Aufgabe ausgedrückte höchste Vertrauen zu regstem Eifer an. Daneben bewegte noch ein besonderes persönliches Interesse zur Sache den Verfasser, der, in Sans=Souci geboren und erzogen, Zeuge geworden eines großen Theils der neueren und neuesten Veränderungen und Neu=Schöpfungen im Park, welche mit dem ursprünglichen Zustande zu vergleichen einen eigenartigen Reiz gewährte: und der einer Familie entstammt, welche stolz darauf ist, seit bald 150 Jahren Preußens Königen in ununterbrochener Reihenfolge von Vater auf Sohn als Sans=Souci=Gärtner haben dienen zu dürfen.
Die vollendete Arbeit regte zu weiteren Studien an. Die Betrachtung dessen, was König Friedrich der Große für sein Sans=Souci gethan, lenkte den Blick auf das Städtchen Potsdam, welches sein wunderbares Aufblühen ebenfalls dem Großen Könige und dessen Vorgängern auf dem Throne verdankt, und jedem Preußen als Lieblingsaufenthalt als Geburts= und Sterbeort, als Grabstätte so vieler Preußenkönige theuer ist. [...]

(Die Rechtschreibung wurde unverändert übernommen.)

Titelblatt
Titelblatt
(Familienbesitz)
Widmung an König Friedrich III.
Widmung an König Friedrich III.
(Familienbesitz)
Widmung an König Wilhelm II.
Widmung an König Wilhelm II.
(Familienbesitz)

SE


letzte Änderung 9.08.2009 10:08 CEST
durch sello-webteam